Von Kopf bis Fuß

Was brauchen Kids wirklich zum Bike-Einstieg?

Kaum kann der Nachwuchs laufen, vergeht die Zeit wie im Flug und die ersten aktiven Familienurlaube stehen an. Für Familien mit Kids, die schon von frühen Kindesbeinen an mit dem Laufrad durch die Gegend gedüst sind, oder Familien, die auf actionreiche Auszeiten in der Bergwelt stehen, ist der Urlaub im Bikepark eine tolle Alternative zum stumpfen Strandurlaub. Die kleinen Racker können durch den Park shredden und ihre ersten Erfahrungen auf zwei Rädern in der alpinen Bergwelt machen. Gravity-Sportarten sind grundsätzlich immer damit verbunden, dass man mal vom Rad fällt, dementsprechend ist der richtige Schutz für die Kleinen absolut Pflicht. Doch muss High-End-Equipment wirklich gekauft werden, wenn die kleinen Shredder noch wachsen? Welche Protektoren sind überhaupt ein Muss? Christian Zangerl, Bikepark Manager in Serfaus-Fiss-Ladis, erklärt, was wichtig ist.

 

Fullface-Helm und Brille:

Fullface-Helme schützen das Gesicht und den Kiefer, falls man sich im Gelände mal überschlägt. Dabei sollte man auch auf einen möglichst einfachen Clipverschluss achten. Die sogenannten Goggles schützen die Augen vor Dirt oder kleinen Steinen.

 

Handschuhe:

Die Hände sind bei einem Sturz ein Hilfsmittel, um sich abzufangen. Daher ist es sehr wichtig, dass man die Hände schützt. Hier sind Longfinger-Handschuhe, die die gesamte Hand und Finger abdecken, essentiell.

 

Oberkörper:

Damit der Rücken bestmöglich geschützt ist, ist eine Protektorenjacke ein „Must Have“, da der Rückenstutz die Wirbel abdeckt und Verletzungen entgegenwirkt. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die Jacke keinesfalls zu kurz oder zu lang ist. Modellabhängig gibt es diese mit integrierten Ellenbogenschützern, die ebenfalls als sensibles Gelenk gelten.

 

Hosen:

Generell ist jede kurze Hose zum Biken geeignet. Es gibt aber auch Downhill-Hosen, die aus einem starken Kunststoffmaterial bestehen und zum Teil im Hüftbereich zusätzlich gepolstert sind. Sie sind bei Stürzen robuster und gehen dann nicht so leicht kaputt. 

 

Knie- und Schienbeinschoner:

Diese Körperpartie wird vor allem zu Beginn beim Biken beansprucht, da man gerne mal von den flachen Pedalen abrutscht. Daher sind Schienbeinschoner gerade als Anfänger wichtig, um Verletzungen vorzubeugen. Knieprotektoren sind für jeden Biker essentiell, da es sich um ein sehr sensibles Gelenk handelt.

 

Schuhe:

Die Schuhe sollten eine flache Sohle haben. Dadurch haben die Kinder einen besseren Grip auf den Pedalen. Für diejenigen, die erstmal im Bikepark schnuppern wollen, reichen flache Turnschuhe ohne grobes Profil aus. Für Kids, die Feuer und Flamme für den Gravity-Sport sind, lohnen sich dann spezifische Bike-Schuhe, die über eigene Gummimischungen auf der Sohle verfügen. Dadurch wird der Grip nochmals verstärkt.

 

Generell ist zu sagen das Schutzbekleidung sehr wichtig ist und die Kinder vor Verletzungen schützt. Dieser Schutz ist nur gegeben wenn die Größen der Protektoren auch wirklich passen. Viele Eltern neigen gerne zum „Zugroß-Kauf“, doch dies kann die Schutzwirkung erheblich mindern. Eine Alternative für den Anfang ist es, sich die Protektoren zu leihen und sich professionell beraten zu lassen. Im Bikeshop Serfaus-Fiss-Ladis kann man ein ganzes Kinder-Protektoren-Set für 16 Euro am Tag mieten. Zum Gravitysport gehören Stürze dazu. Diese lassen sich nicht vermeiden. Durch Training und Fahrten mit erfahrenen Bikern oder Guides verbessern die Kleinen ihre Fahigkeiten noch schneller und werden sicherer am Rad. Im besten Fall gibt es einen Bikeverein in der Nähe.